{"id":5237,"date":"2025-01-30T15:04:00","date_gmt":"2025-01-30T14:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.extracomputer.de\/ratgeber\/?p=5237"},"modified":"2026-03-13T09:15:28","modified_gmt":"2026-03-13T08:15:28","slug":"kipc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.extracomputer.de\/ratgeber\/kipc\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz f\u00fcr (je)den Schreibtisch"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Liefert NVIDIA auf der CES 2025 den IBM-PC-Moment f\u00fcr Artificial Intelligence?<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Die Meldung zieht ihre Kreise: KI-Hardware-Pionier Nvidia hat im Zuge des \u201eProject Digits\u201c auf der CES in Las Vegas eine KI-Workstation vorgestellt. Sie soll die Rechenleistung bisheriger DGX-Systeme, wie sie f\u00fcr Serverschr\u00e4nke von Rechenzentren verf\u00fcgbar sind, auf (je)den Schreibtisch bringen \u2013 kompakt, leistungsstark und mit etwa 3.000 Dollar in Anbetracht der Leistungsf\u00e4higkeit auch angemessen bepreist. Ist das der Beginn des Siegeszugs von dedizierten KI-Rechnern, wie es einst 1981 bei den Personal Computern mit IBM der Fall war?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz.webp\" alt=\"K\u00fcnstliche Intelligenz\" class=\"wp-image-5238\" srcset=\"https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz-300x150.webp 300w, https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz-1024x512.webp 1024w, https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz-768x384.webp 768w, https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz-1536x768.webp 1536w, https:\/\/os.extracomputer.de\/b10256\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Kuenstliche-Intelligenz.webp 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Consumer Electronics Show in Las Vegas hat sich zu <em>der<\/em> Elektronikmesse schlechthin entwickelt \u2013 und l\u00e4ngst dreht sich dort nicht mehr alles um Unterhaltungselektronik. Und mit dem Project Digits hat Nvidia ein System f\u00fcr Aufgaben rund um K\u00fcnstliche Intelligenz pr\u00e4sentiert, das die altvorderen Grenzen des Events ebenfalls mehr als dehnt: Bereits ab Mai 2025 soll die pr\u00e4sentierte kompakte Mini-Workstation f\u00fcr einen Preis verf\u00fcgbar sein, der ihn auch f\u00fcr viele Privatpersonen erreichbar machen wird. Damit m\u00f6chte Nvidia den Weg auf die Schreibtische von professionellen und Hobby-Entwicklern, aber auch von Studierenden machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das SoC-Herzst\u00fcck des KI-Rechners ist dem Vernehmen nach der GB10-Chip aus dem Hause Nvidia. Mit ihm sollen sich KI-Modelle mit 200 Milliarden Parametern bei FP4-Genauigkeit ausf\u00fchren lassen \u2013 und auf zwei kombinierten Systemen sogar aktuelle Sprachmodelle wie GPT4 (400 Milliarden Parameter). Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Entwickler damit hochkomplexe Modelle direkt am Schreibtisch trainieren und testen \u2013 ein Durchbruch f\u00fcr die lokale KI-Entwicklung. Gem\u00e4\u00df der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Project-Digits-Nvidia-schrumpft-KI-System-DGX-zum-Mini-PC-10229361.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berichterstattung von heise.de<\/a> vereint der GB10 eine Blackwell-GPU mit 20 ARM-Grace-CPUs; damit scheint das System \u00fcber keine explizite <a href=\"https:\/\/www.extracomputer.de\/ratgeber\/npu-prozessor\/\">NPU<\/a> zu verf\u00fcgen. Dennoch ist es mit diesem Layout f\u00fcr maschinelle Lernaufgaben und K\u00fcnstliche Intelligenz optimiert. Weitere Merkmale: 128 GByte LPDDR5-Arbeitsspeicher, SSD-Massenspeicher mit bis zu vier Terabyte, Linux-basiertes DGX-Betriebssystem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dedizierte KI-Hardware<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Was ist denn aber nun so besonders an diesem System? Der wohl herausragendste Punkt ist, dass NVIDIA jene Hardware, f\u00fcr die alle gro\u00dfen Tech-Firmen H\u00f6chstpreise bezahlen, zu einem wirklich relativ attraktiven Preis Endanwendern mit KI-Ambitionen zur Verf\u00fcgung stellen wird. Damit einher geht ein zweiter Punkt: Die Hardware, die bisher in Racks in Rechenzentren gedacht war, l\u00e4sst sich nun in kompakter Gr\u00f6\u00dfe auf den Schreibtisch stellen. Auch hier f\u00fchlt man sich ein wenig an den Siegeszug des Personal Computers erinnert, vor dessen Beginn einzelne Computer schon einmal ganze R\u00e4ume oder noch fr\u00fcher ganze Etagen oder Geb\u00e4ude gef\u00fcllt hatten. Unter Ber\u00fccksichtigung des bis hierher Gesagten scheint sich eine Entwicklung anzudeuten, die wom\u00f6glich in der Tat das Pr\u00e4dikat \u201eDemokratisierung der KI-Entwicklung\u201c verdient.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns bei EXTRA Computer kommt diese Entwicklung nicht ganz \u00fcberraschend \u2013 und das ganz ohne Glaskugel oder M\u00e4uschenspiel bei NVIDIA. Die dargestellte Historie war bereits ein erstes Indiz daf\u00fcr, dass solche Systeme erscheinen und dass lokale KI-Anwendungen an Fahrt aufnehmen. Auch wir selbst haben ein Notebook mit NPU im Angebot; nat\u00fcrlich ist dieses auf einen anderen Einsatzzweck ausgerichtet, n\u00e4mlich in erster Linie die performante lokale Unterst\u00fctzung von KI-Anwendungen, insbesondere im Bereich generativer K\u00fcnstlicher Intelligenz. Dennoch: Der technische Entwicklungsstrang und die Geschichte zeigen, dass der Weg hierhin f\u00fchren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht umsonst haben wir Systeme mit dedizierter Hardware f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz in unsere Top-Trends 2025 aufgenommen. Nat\u00fcrlich stehen wir mit dieser Einsch\u00e4tzung nicht allein da. Auch Gartner prognostiziert, dass die Unternehmen mehr KI-enabled PCs bestellen. Die mit ihnen m\u00f6gliche dezentrale KI-Nutzung er\u00f6ffnet in diversen Bereichen Vorteile, etwa bei der Energieeffizienz oder der erforderlichen Bandbreite und daraus resultierenden Latenzvorteilen. Die lokale Verarbeitung kann durch wegfallenden Token-Verbrauch, der \u00fcber die Nutzung entsprechender Cloud-Services abgerechnet werden m\u00fcsste, zudem in langfristigen Vorteilen bei den Betriebskosten m\u00fcnden. Insofern spricht also einiges daf\u00fcr, dass Systeme, die speziell f\u00fcr Anwendungsf\u00e4lle rund um K\u00fcnstliche Intelligenz ausgelegt sind, relativ rasch an Bedeutung gewinnen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber bedeutet das f\u00fcr IT und Einkauf in den Unternehmen? In der Administration werden sich keine gro\u00dfen Unterschiede ergeben; nat\u00fcrlich kommen neue Anwendungen hinzu \u2013 f\u00fcr diese sollten jedoch in der Regel die bew\u00e4hrten und damit belastbaren individuellen Prozesse gelten, die Unternehmen auch schon bisher verfolgen. Wer allerdings Verantwortung im Bereich Einkauf und Beschaffung tr\u00e4gt, sollte vielleicht ein relativ wachsames Auge auf die Entwicklung haben: Noch ist \u2013 sicherlich auch wegen der zur\u00fcckhaltenden allgemeinen Konjunktur \u2013 hierzulande die Verf\u00fcgbarkeit von entsprechender Hardware kein gro\u00dfes Thema. Setzt aber pl\u00f6tzlich ein gro\u00dfer Run ein, kann sich das schnell \u00e4ndern, mit entsprechenden Auswirkungen nicht nur auf Lieferzeiten, sondern auch auf die Kosten. Der richtige Zeitpunkt f\u00fcr Kauf oder Leasing wird hier besonders entscheidend sein. Wir informieren Sie dazu auch gern in unserem Newsletter; falls Sie ihn noch nicht abonniert haben, k\u00f6nnen Sie das als registrierter Nutzer <a href=\"https:\/\/www.extracomputer.de\/account\/login\">hier<\/a> nachholen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>K\u00fcnstliche Intelligenz: mehr als ChatGPT<\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Einmal mehr gilt: K\u00fcnstliche Intelligenz ist mehr als generative KI und ChatGPT. Mit den Agenten \u2013 autonom handelnde Systeme, die bestimmte Aufgaben ausf\u00fchren \u2013 rollt ohnehin bereits die n\u00e4chste Welle heran. Damit diese und viele weitere Entwicklungen rund um K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcberhaupt gelingen k\u00f6nnen, ist entsprechende Hardware erforderlich. Es darf nicht vergessen werden: Erst sie hat die vielen M\u00f6glichkeiten rund um KI \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glicht. Dass \u00fcber die angesprochene Demokratisierung nun immer mehr Unternehmen und einzelne Personen ihren Beitrag zur Innovation leisten k\u00f6nnen, ist eine spannende Entwicklung. Falls Sie auch daran teilhaben m\u00f6chten, achten Sie wie erw\u00e4hnt auf den richtigen Zeitpunkt zur Beschaffung. Kommen Sie bei Bedarf gern mit Fragen auf uns zu \u2013 unsere Tech-Experten helfen Ihnen gerne. Davon abgesehen gilt einmal mehr: viel Erfolg!<\/p>\n\n\n\n<p>Uns ist durchaus bewusst, dass IBM nicht den ersten Personal Computer gebaut hat; doch der \u2013 durch das Marketing befeuerte \u2013 Masseneffekt, der vom IBM PC 5150 ausging, war letztlich daf\u00fcr verantwortlich, dass dieses System h\u00e4ufig als erster Personal Computer der Welt bezeichnet wird. Ob die Ehre nun dem Apple I, dem Altair oder einem ganz anderen System geb\u00fchrt, d\u00fcrfen Sie selbst entscheiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liefert NVIDIA auf der CES 2025 den IBM-PC-Moment f\u00fcr Artificial Intelligence? Die Meldung zieht ihre Kreise: KI-Hardware-Pionier Nvidia hat im Zuge des \u201eProject Digits\u201c auf der CES in Las Vegas eine KI-Workstation vorgestellt. 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