Das Controllermanagement unter ESXi gestaltet sich etwas schwieriger als auf dem großen ESX Pendant.
Grund dafür ist die Größe und Architektur des Hypervisors. Es gibt keine Möglichkeit weitere Software auf einer ESXi-Installation auszuführen. Jedoch gibt es im System integriert so genannte CIM-Provider welche die Schnittstelle zwischen dem Treiber des Controllers und Remote-Anwendungen bilden.
Die Netzwerk-Kommunikation ist hier der kritische Punkt. Die Kommunikation zwischen dem ESXi CIM-Provider und der LSI Management-Software ist eine Aktiv-/Passiv-Kombination, welche eine verlässliche Netzwerkverbindung erfordert. Unser Vorschlag ist deshalb das Management auf einer VM innerhalb des ESXi einzurichten. Nachfolgend finden Sie die notwendigen Schritte:
- Netzwerkkonfiguration des ESXi-Hosts:
- Vergabe eines Hostnamens. Selbst wenn es in Ihrem Netzwerk nicht relevant sein sollte, benötigen Sie dennoch einen FQDN (Fully Qualified Domain Name).
Beispiel: esxi.home (ist zu konfigurieren an der lokalen Console) - Einrichtung der virtuellen Netzwerkumgebung: Sie können den bereits bestehenden vSwitch verwenden, an dem bereits ein VMkernel-Port für die Kommunikation mit dem Hypervisor angebunden ist. Alternativ könnten Sie einen neuen vSwitch ohne Bindung an die Host-Netzwerkkarten erstellen. Ihre Entscheidung hängt natürlich von Ihren Bedürfnissen ab. Es empfiehlt sich allerdings rechtzeitig den entsprechenden Weg zu wählen, da beim Anlegen eines vSwitches mit VMkernel ein Neustart, welcher für Kommunikation der CIM-Provider mit dem neuen Interface zwingend erforderlich ist, fällig wird.
Für die, die nur schnell zum Ziel kommen wollen bedeutet das: nichts ändern! - IP-Adresse konfigurieren. Diese IP muss später auch von der noch einzurichtenden VM erreichbar sein.
- Vergabe eines Hostnamens. Selbst wenn es in Ihrem Netzwerk nicht relevant sein sollte, benötigen Sie dennoch einen FQDN (Fully Qualified Domain Name).
- Installation der VM:
Bisher haben wir die Lösung ausschließlich unter Windows VMs getestet. Unter Linux sollte theoretisch ebenfalls alles unterstützt werden, jedoch konnten wir dies in unseren Tests bisher nicht nachvollziehen.
Das Betriebssystem spielt keine Rolle, solange der MSM darauf lauffähig ist. Bei unserem Test kam Windows XP zum Einsatz. Das Betriebssystem kann normal installiert werden, inklusive der VMWare Guest Tools. Die Virtuelle Netzwerkkarte sollte auf einen vSwitch gelegt werden, an dem auch ein VMKernel Port angeschlossen ist (hier wiederum für Eilige: Standard belassen und nichts ändern). - Installation MSM:
Installieren Sie MSM mit der Option “complete”. - Netzwerkkonfiguration der VM
- Fall 1: Ihr Netzwerk verfügt über einen DNS-Server: Bitte richten Sie einen Host-Eintrag in Ihrer internen Zone ein, welche die Auflösung des FQDN des ESXi-Hosts erlaubt (also z.B. esxi.local zu 192.168.0.2).
- Fall 2: Ihr Netzwerk hat keinen DNS-Server: Bitte editieren Sie die Datei C:\windows\system32\drivers\etc\hosts und fügen Sie einen neuen Eintrag hinzu:
<IP des ESXi-Hosts> <FQDN des ESXi-Hosts>
Also z.B.:
192.168.0.2 esxi.local
Hosts file
- Abschluss der Einrichtung
Starten Sie nach dem Neustart der VM den Megaraid Storage Manager. Der ESXi-Server sollte nun in der Liste der gefundenen Hosts erscheinen.
Anmelden können Sie sich mit den root-Anmeldedaten des ESXi Hosts:
Host-Übersicht
Anmeldung
Verwaltung Physikalisch
Verwaltung logisch
Einschränkungen durch die CIM-Architektur:
(grobe Übersicht, eine genaue Liste finden Sie im Megaraid-Handbuch)
- Es gibt keine aktive Fehlerbenachrichtigung (Popup/eMail)
- Keine Controller-Zustandsinformationen
- Keine Benutzerauthentifizierung
- Events werden nur gesammelt solange der MSM auf dem Client gestartet ist
- Die Managementumgebung reagiert langsamer als normalerweise
