Wahrscheinlich haben Sie in der Vergangenheit die untenstehende Fehlermeldung erhalten, wenn Sie versucht haben, mit SDREDIT unbenutzte IPMI-Sensordaten bei Supermicro Mainboards der X8-Serie zu löschen.
Mittlerweile gibt es nun ein Tool, mit dem man auch bei diesen Boards die Sensordaten bearbeiten kann.
Vor allem bei ESX/ESXi-Installationen ist das Löschen der nicht benötigten IPMI-Sensoren sehr hilfreich, um Falschmeldungen im vSphere-Client zu verhindern.
Bei Windows-Installationen wäre das Löschen der Sensoren nicht unbedingt notwendig, da man hier im IPMI-Viewer die Checkbox “Hide inactive Item” aktivieren kann. Damit werden die nicht belegten Sensoren ausgeblendet, sind aber weiterhin im System aktiv. Diese Sensoren “sieht” man, wenn man per Webbrowser auf die IPMI-Seite des Servers zugreift (“Server Health” -> “Sensor Readings”).
Vorgehensweise zum Löschen der Sensoren:
Erstellen Sie zunächst eine Sicherung Ihrer IPMI-Konfiguration, indem Sie per Web-Browser auf den Server zugreifen.
Dann wählen Sie unter Maintenance -> IPMI Configuration an.
Unter „Save“ speichern Sie bitte die Konfiguraton lokal ab.
IPMI – Tool
-> Entpacken der ZIP-Datei auf eine lokale Platte in ein beliebiges Verzeichnis
-> DOS-Box öffnen (Start -> Ausführen -> cmd)
-> In das Verzeichnis wechseln und das Programm smcipmitool.exe mit folgenden Parametern aufrufen
smcipmitool ip-adresse-server ADMIN ADMIN shell
Mit dem Command
ipmi sr
werden Ihnen zunächst alle Sensoren mit den entsprechenden Sensor-IDs angezeigt (Beispiel Sensor ID 205)
In der Spalte „Reading“ erkennen Sie, das bei diesem Sensor keine Werte übermittelt werden und es somit zu einer fehlerhaften Anzeige kommt.
Mit dem Command
ipmi delsdr 205
kann dieser Sensor gelöscht werden.
Wenn alle nicht benötigten Sensoren gelöscht sind, wird die shell mit dem Befehl „exit“ verlassen.
Damit das IPMI-Modul nach den Änderungen wieder richtig initialisiert wird, sollten Sie den Server herunterfahren und für kurze Zeit den Netzstecker ziehen.
