pc-kuehlung

Definition: Was ist eine PC-Kühlung?

Eine PC-Kühlung besteht aus mehreren Elementen, die entweder im PC selbst verbaut oder extern angeschlossen werden und eine kühlende Wirkung ausüben.

Es kann sich dabei um Ventilatoren, Schlauch-Radiatoren-Kombis, Kühlbleche, Kühlkörper oder Wärmerohre handeln.

Die Vorrichtung sorgt dafür, dass der PC nicht überhitzt, sowie für optimale Arbeitsbedingungen (flüssiges Laden etc.). Gekühlt werden muss jedes Element, das Strom braucht und Wärme erzeugt – sei es Prozessor, Grafikkarte, Mainboard, Festplatte oder Netzteil.

Welche Kühlungsarten gibt es?

In puncto Kühlungsarten wird in den meisten Fällen zwischen Aktivkühlung und Passivkühlung unterschieden. Die aktive Kühlung spaltet sich nochmal in Luftkühlung und Wasserkühlung. Letztere kann auch extern angeschlossen werden.

Was ist die “Verlustleistung”?

Mit Verlustleistung ist der Wert an Energie gemeint, den ein Gerät abgibt.

Nahezu jedes Element am PC bietet eine gewisse Leistung, die in Watt messbar ist. Angegeben wird dieser Wert als TDP – Thermal Design Power. Summiert man die TDP eines PC, erhält man einen Überblick darüber, wie viel Strom bzw. Wärme das Gerät erzeugt. 

Ein Industrie PC hat beispielsweise eine Verlustleistung von ca. 40 bis 100 Watt.

Warum brauchen PCs Kühlung? 

Jeder PC-Nutzer macht diese Erfahrung mindestens einmal im Leben: Nach längerem bzw. intensivem Gebrauch wird der PC warm. Je mehr ein PC leisten muss – je höher die Rechenleistung – desto mehr Energie, sprich Wärme, wird erzeugt. Diese Wärme tut den Geräten – im Übermaß schon gar nicht – nicht gut. 

Erhitzt sich der PC, verlangsamt das System, es kommt zu leichten bis schwerwiegenden Behinderungen im Arbeitsprozess und schlimmstenfalls zum Absturz oder Defekt des Geräts. 

Eine Kühlung arbeitet dem entgegen. Je besser die Wärme abgeleitet wird, desto langlebiger und effizienter arbeitet der PC.

Uwe erklärt: Unterschiede zwischen Aktivkühlung und Passivkühlung

Wie funktioniert die Aktivkühlung?

Eine Aktivkühlung funktioniert mit Wasser oder Luft. 

Bei der Luftkühlung wird meist mittels eines Ventilators die Wärme abgeleitet bzw. kühle Luft hinzugeführt. Zusammen mit Lüftern am Gehäuse wird ein Luftstrom – der von vorne nach hinten fließt – erzeugt.

Bei der Wasserkühlung bzw. Flüssigkeitskühlung wird die Flüssigkeit der wärmeerzeugenden Komponenten (CPU, Grafikkarte etc.) über Schläuche an den Rand des Gehäuses geleitet. Radiatoren geben die Flüssigkeit dann an die Umgebung ab.

Wichtig ist, dass bei beiden aktiven Kühlarten Platz für Luftstrom bzw. die Abgabe von Wärme benötigt wird. Dementsprechend können Geräte dieser Lüftungsart nie staub- oder wasserdicht sein. Positiv an der Aktivkühlung sind die einfache Bauweise sowie der vergleichsweise günstigere Preis. 

Wasserkühlung oder Luftkühlung – was eignet sich besser?

Ein Nachteil der Luftkühlung ist, dass die beweglichen Teile anfällig für Schäden (Lagerschäden, Staubablagerung etc.) sind. Das sorgt für laufende Kosten. Weiterhin kann die Luftkühlung störend wirken, da sie lauter als die Wasserkühlung ist.

Die Wasserkühlung arbeitet effizienter, da Wasser Wärme besser als Luft leiten kann. Dem gegenüber steht jedoch das Risiko von Lecks, welche wiederum eine Gefahr für das ganze Gerät bedeuten. Außerdem ist die Wasserkühlung teurer.

Wie funktioniert die Passivkühlung? PC-Kühlung ohne Lüfter

Bei der passiven Kühlung gibt es keinen klassischen Lüfter oder Vorrichtung, die aktiv die warme Luft abtransportiert. 

Stattdessen wird die Wärme über Heatspreader oder Heat Sinks an die Umgebungsluft abgegeben. Diese Kühlbleche bzw. Kühlkörper steuern die Luft passiv und geben sie an die Umgebung ab. Alternativ kann die Hitze auch über Heatpipes an den Gehäuserand geleitet und von dort aus über eine größtmögliche Oberfläche abgeführt werden. Für diese “Oberflächenerweiterung” sind große Kühlrippen nötig. 

Nachteil: Unabdingbar für Passivkühlung ist eine natürliche Luftzirkulation. Steht die Luft, funktioniert diese Art der Kühlung nur “suboptimal”.

Der große Vorteil der Passivkühlung ist die Geräuschlosigkeit bzw. die robuste Bauweise. Das Fehlen beweglicher Teile sorgt außerdem für eine höhere Langlebigkeit der Geräte und weniger Kosten.

Aktivkühlung versus Passivkühlung – Vergleich in der Tabelle

AktivkühlungPassivkühlung
Kühlung überVentilator, Schläuche & RadiatorenKühlkörper bzw. Kühlbleche
KostenJe nach AusführungMeist teurer als Aktivkühlung
AnfälligkeitHochNiedrig
LautstärkeHochFlüsterleise bis lautlos
Staubdicht oder wasserdichtNieMöglich
LanglebigkeitStandardHoch

“Erste-Hilfe-Tipps” – so verbessern Sie Ihre PC-Kühlung kurzfristig

  1. Standort berücksichtigen: Es klingt offensichtlich: Je kühler der Raum, desto kühler die Geräte und desto besser die Voraussetzungen für den Lüfter. Das Gerät bzw. der Lüfter sollte nicht abgedeckt sein und Abstand zum nächsten Objekt (Wand, Mobiliar etc.) halten. Nur so ist eine Luftzufuhr und Ableitung der Wärme möglich. Direkte Sonneneinstrahlung und elektrische Wärmequellen gilt es zu vermeiden.
  2. Platzierung: Nicht nur in der Umgebung, auch direkt am PC sollte auf eine nachhaltige Platzierung des Lüfters geachtet werden. So ist beispielsweise der warme Luftstrom des Prozessors nicht gerade förderlich.
  3. Entstauben: Bei einer Aktivlüftung ist es wichtig, den Lüfter regelmäßig zu reinigen. Staubablagerungen blockieren nicht nur eine optimale Ableitung der Wärme bzw. Luftzufuhr. Sie behindern außerdem den Lüfter bei seiner Arbeit.
  4. Gehäuse geschlossen halten: Klingt widersprüchlich, ist aber förderlich. Eine optimale Abdeckung des Lüfters ist besonders bei Luftkühlung wichtig. Hier können Staub und Schmutz, die ungehindert ins Gehäuse gelangen können, zum Verhängnis werden.
  5. Kabel ordentlich halten: Je sorgfältiger die Kabel verlegt sind, desto weniger können sie sich störend auf den Luftstrom auswirken und sich somit die Kühlung der Elemente verbessern.

Warum ist mein PC so laut – hängt das mit der Kühlung zusammen?

Ist der PC laut, kann das durchaus mit der Lüftung zusammenhängen. Die beweglichen Teile der Luftkühlung, aber auch Festplatte oder Laufwerk können Geräusche verursachen.

Grundsätzlich kann der Lüfter laut werden, wenn dieser stärker beansprucht wird – das Gerät also mehr Leistung verbraucht bzw. mehr Wärme erzeugt.

Hält das Geräusch jedoch auch bei verminderter Leistung an oder rattert laut, kann das verschiedene Ursachen haben.

Unter Umständen können Sie Ihre Lüftung selbst leiser machen:

  1. Prüfen Sie, ob Ihre Lüftung frei von Staub ist. Staub kann den Lüfter lauter machen und mindert die Effizienz.
  2. Prüfen Sie, ob alle Bestandteile des Lüfters fest verschraubt sind. Sitzen Elemente locker, kann dies Lärm verursachen.

Hält der Lärm dennoch an, kann das bedeuten, dass dieser entweder zu klein ist oder ein Defekt vorliegt.

Beachten Sie: Unter Umständen kann es sich für Sie lohnen, in einen lüfterlosen PC zu investieren. Diese sind flüsterleise oder nahezu geräuschlos. Gerne beraten wir Sie dazu.

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